Archiv der Kategorie 'Geschlossene Gesellschaft'

11
Jan
09

Von der Psyche zum Psychoterror

Ein wahres Brutnest für die Deformation der Seelen stellen alle Formen der geschlossenen Gesellschaft dar, sei es die Familie, streng religiös definierte Verbände und Gesellschaften, oder der Staat selbst.

Geschlossene Gesellschaften bemühen sich um ein Maximum an Homogenität, wobei diese ein Irrtum für sich ist, weil man sich um Homogenität nicht bemüht. Sie muss vorhanden sein – zumindest was Menschen und ihr spezielles Wesen betrifft. So wie ein Ackerboden ausdörrt und sich allmählich der Unfruchtbarkeit nähert, wenn er über die Jahre stets nur eine bestimmte Pflanzensorte hervorzubringen gezwungen war, genauso ergeht es jenen Gebilden, die sich hinter ihr Konzept des notorischen Ausschließens zurückziehen, meinend, sie gewännen an Kraft, wenn sich immerdar gleiches Blut, gleiches Sinnen und Trachten, gleiches Tun etc..miteinander aufmischen. Die Kraft konstruierter Homogenität währt nicht lang, selbst wenn sie eines Tages zum Monolithen erstarrt und daraus ein Imperium generiert – sie verliert letztlich an Geist, Seele und Frischluft.

Notorische Inzuchtgesellschaften generieren auf Dauer einen Genpool, der dem von Schimpansen gleicht, abgeschlossene Familien züchten Neurosen, Psychopathien, Perversionen und Gewalt, abgekapselte Staaten Mangel, Hunger und Terror. Religiöse Gesellschaften und Sekten, die sich dem Prinzip der Abgeschlossenheit verpflichten, erleiden das selbe Schicksal wie Familien : Sie werden neurotisch, psychopathisch, pervers und gewaltträchtig.

Intransparenz und Geheimniskrämerei als Dauerpolitik machen seelisch krank und gemein. Sie bedeuten den Tod von Vernunft und Intelligenz, von Wahrheitsliebe und Gerechtigkeit, von Wärme und Fröhlichkeit, von Phantasie und Kreativität. Sie machen klinisch tot. In dieser Kälte gelingt nur eines : die Geburt der Feindschaft. Und “Feind” ist alles, was aufgrund einer lebensverachtenden Wesensform getötet wird. Am Ende tobt der blanke Psychoterror.

19
Nov
08

Wie blöd sind wir ?

Jeder Berufsfurzer verfügt in diesem Land über eine entsprechende Ausbildung und ein Vorzeigediplom. Wer einen gehobenen Posten beim HOFER (Aldi) anstrebt, braucht hierfür einen überdurchschnittlichen Uni-Abschluss. Selbst eine Abortfrau benötigt exzellente Referenzen, um an Job und Geld zu kommen. Die legeren Zeiten scheinen vorbei, da man sich – oftmals ohne Befähigungsausweis – erst nach Erhalt der Tätigkeit profilieren konnte, oder auch nicht. Nur mehr die “Berufe” Hur und Zuhälter kommen offensichtlich noch ohne Sub Auspiciis- Nachweis aus. Könnte sich auch noch ändern, denn wir halten was auf Bildung und Ausbildung.

Mercedes gegen PISA

Österreich – ein Bildungsland. Deutschland – ein Hochbildungsraum. Wer’s glaubt ! Deutschland sollte bald keine PISA-Studien mehr veröffentlichen, solange es nicht einsehen will, dass das landesweit getrübte Bildungstassentum nicht mehr ausschließlich der deutschen Geisteskredenz zuzuordnen ist. Was für ein gejammertes Entsetzen über die wundersame Vermehrung des funktionalen Analphabetismus ! Ja, woher hamma denn den (plötzlich)? Genau das muss man sich fragen, tut man aber (nicht gern). Denn dazu bräuchte es das Einsehen, dass Massenzuwanderung von Vorderasiaten, die einem dörflich-feudalen Analphabetsimus entstammen, dem deutschen Staat eine Nachkommenschaft überlassen, der es traditionsgemäß genauso hält wie die liebe Elternschaft. “Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht”, heißt es bei uns in Österreich. Warum Schule, Bildung, Arbeit, wenn der Mercedes auch ohne derlei zu haben ist ? Welche zertifizierte Voraussetzung benötigt also ein Empfänger deutscher/österreichischer Sozalhilfe ?

 

Erfolg der Ignoranz

Bildung ist für archaische Dorfbauern aus Anatolien keinerlei Anreiz, im Gegenteil. Ihre Religion ist denn auch nicht gerade ein Motivationsherd für das Erreichen solider Ausbildung, geschweige denn eines Studiums. Nachwuchs wettzüchten, Religionsterror verbreiten, bräutlichen Nachschub aus dem heimischen Dorf organisieren, deutsche Stütze kassieren und ständig die Forderung nach “Anpassung” stellen. Ja, tatsächlich : Anpassung der hiesigen Umstände an das mohammedanische Dorfbauerntum – und nicht etwa umgekehrt ! Und sie wird auch gewährt, wenn auch schleichend. Könnte schneller gehen, meinen die Muftis beleidigt.

Die Unterwanderung von Pflichtschulklassen mit dem Nachwuchs aus der orientalischen Archaik hat schließlich Folgen. Nicht etwa erst seit gestern oder heute. Seit Jahrzehnten hat sich etwas aufgebaut, das den generellen Abbau intellektueller Fähigkeiten im schulischen Bereich rapid beschleunigt : den Ab- und Verfall des elementaren Pflichtniveaus, dem eine völlig enervierte Lehrerschaft verstört gegenüber steht und schließlich beschuldigt wird, gar dessen Verursacher zu sein. Das ist blanker Zynismus.

Importierter Analphabetismus

Sukzessive wurde der Lehrerstand mit Missachtung gestraft und der Verwahrlosung preisgegeben, weil allein gelassen, demoralisiert durch verweigerte Loyalität seitens der Behörden und Eltern. Kaum ein Berufsstand hat soviele Feinde, bleibt so un-erhört und wird letztlich stigmatisiert, als trüge er die alleinige Verantwortung für die Bildungsmisere an der Basis, während das operierende, nichts wissen wollende Gutmenschentum zu seinen eigenen Gunsten Imagepflege durch Schuldverteilung betreibt, will heißen : die Augen verschließt vor der Tatsache, dass man zum Einwanderungsland für einen neuen Alt-Analphabetismus geworden ist, der inzwischen unausrottbar scheint. Wenn sich nämlich innerhalb mehrerer Dekaden an einem Personenzustand nichts ändert, dieser – trotz gegenteiliger und unterstützender Bemühungen von außen – sogar immer schlechter wird, dann ist der Patient unheilbar krank. Oder gen-manipuliert?

Was ist los mit den Wandertürken, die es zuhauf in unsere Bildungsländer zieht ? Bildung kann es ja wohl nicht sein, was sie hierher lockt, denn gerade diese meiden sie wie ihre Religion das Schwein. Inzucht durch systematische Verwandtschaftheirat, Sprach- und Kulturverwahrlosung, Desinteresse an gesellschaftlichen Prozessen und der Teilnahme daran, selbstgewollte Abschottung, Bildung geschlossener Kontra-Gesellschaften, Versklavung von Frauen und Kindern – diese “Qualitäten”, die hierzulande inzwischen als erfolgreich überwunden galten, halten heute wieder ungebremst Einzug in unsere Breiten, und man verschweigt tunlichst (aus “humanitären” Gründen?), dass dieser Zuzug archaischer Qualitätsstandards massiven Einfluss auf unser gesellschaftliches Geschehen nimmt, sei es sozial, bildungspolitisch, demokratisch, juristisch, ethisch, menschenrechtlich, etc…

 

schlusswort folgt…

14
Nov
08

Österreich und seine Karpfen

Daheim ist einer oft nichts

Es wird wohl anderswo nicht anders sein. Nur ist Österreich doch ein wenig “anderser” als andere anderswo. Denn das Eigene zählt nicht viel. Soviel zu Österreichs Vertrauen auf Erzeugnisse seiner begabteren Auswüchse.

Wer es als Österreicher zu etwas bringen will, zum Beispiel zu Respekt, Anerkennung für sein Produkt, zum Wahrgenommenwerden als kreative Persönlichkeit, geht am besten so früh wie möglich ins Ausland. Und zwar in ein solches, wo vor allem künstlerischer Darstelllungswille etwas zählt. Und bestenfalls kehrt man nie wieder heim, wo einer nicht daheim sein darf, der die Gewöhnlichkeit des Daheimigen irritiert. Österreich ist ein Rausschmeißer seiner sensibleren und begabteren Kinder. Umso mehr pflegt Österreich längst Verstorbenes, das seiner Gegenwart nicht mehr zur Herausforderung werden kann. Mit Verstorbenem wird nämlich umgegangen, wie es einam passt. Man lässt es “leben”, zuweilen unermüdlich wiederaufleben, oder verbannt es aus dem Nestgewissen.

Begabung – Ausdruck des Lebendigen

Der Tod des Begabtentums ist das Therapieprodukt eines nationalen Netzwerkes, das stest die gleichen und selben alten Fische hegt. Dick gewordene Karpfen mit schwammigern Fettschichten ums Gemüt. Den ranzigen Algenkranz ums caesarische Fischhaupt gewunden. Man ist verkumpelt, verschworen, hält zusammen, bis die Netzlöcher so eng geworden sind, dass das Netz schließlich zum Sack wird. So gesehen ist Österreich eine geschlossene Tütengesellschaft, die keinem Einlass gewährt, der es wagt, etwa ein mit Talenten begnadeter Österreicher zu sein. So einer muss gehen, falls er nicht den Freitod in der Heimat bevorzugt.

Häme ist eigentlich keine typische Karpfeneigenschaft, doch der österreichisch-säckische Netzkarpf hat gut Hämen. Schließlich hat er es geschafft, in einem der Säcke der Verschworenen Aufnahme zu finden, wo man sich gegenseitig kleine Würmchen ins feuchtkalte Maul schiebt. Bis man stirbt. Ein Karpf lebt lange, wenn’s ihm gut geht. In der Zwischenzeit bereichert österreichisches Begabtentum ausländische Kunst – und Kulturlandschaften, von der bockigen Heimat wenig beachtet bis totgeschwiegen, wobei der heimische Karpf mit wenig Konkurrenz zu rechnen hat. Das tut ihm wohl und er wird frech. Schnappt nach allem, was seine Reuse umzingelt – falls es einer wagt. Karpf sieht nicht, dass der “andere” frei ist….

Dem Nicht-Erkennen-Wollen des Außergewöhnlichen liegt ein ängstlich konnotiertes Konkurrenzproblem zugrunde, wobei sich ein Begabter oft nur öffentlich äußern, seine Signale nach Außen absenden will. Doch für dergleichen hat der Karpfenpool Österreich wenig Sinn. Ein Äußerer wird schnell auf Eis gelegt und somit ein Innerer, Einsamer.

Ein Kaiser, wer Österreich verachtet ?

Erfolg wird allerdings der haben, der das karpfische Umfeld, also das Land Österreich und seine Menschen, verunglimpft bis verachtet. Handke, Thomas Bernhard, Peymann, Schlingensief, Luc Bondy - ihnen war einst der karpfische Jubel gewiss. Sind sie deshalb nicht mehr da ? Was hat sie eigentlich vertrieben, wo ihnen doch so ungeheuer gehuldigt wurde ? War es gar die verbliebene Müffelmäßigkeit einer Karpfenrepublik, in welcher sie hätten Kaiser sein können ?

Ein Karpfen frisst keine hausgebackenen Krapfen, es sei denn, er muss. Aber solange er nicht muss, wird er seinen säuerlichen Hausbeluga kauen und wieder auslegen, den dann die Republik fressen muss, selbst wenn sie darüber vor Langeweile verfettend stirbt. Österreich fischelt – wie seine Medien. Das stickigste Karpfenbiotop des Landes. Fischer heißt zwar der Republikspräsident, doch von diesem geht kaum ein impulsträchtiger Impetus aus, kein Fangimpuls. Österreich schläft lieber über sich selbst ein, unwillens das zu suchen, was Frischluft in seine abgestandenen Schlosstümpel pumpen könnte. Es könnten sich ja Forellen niederlassen. So bleiben Karpfen gern unter sich.




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